Februar 2012
März 2012
Januar 2012
Mi, 01.02, 19:00 Uhr
Vortrag: Antiziganismus - Der "Zigeuner" in der Arbeitsgesellschaft
Referentin: Roswitha Scholz
Hetze und Pogrome gegen Menschen, die als "Zigeuner" stigmatisiert werden, sind aktueller denn je. Nicht nur in osteuropäischen Staaten wie Ungarn, Tschechien oder Bulgarien, sondern auch in Frankreich, Italien und nicht zuletzt Deutschland finden sich in breiten Teilen der Gesellschaft antiziganistische Stimmungen. Antiziganismus, die Diskriminierung und Verfolgung von sogenannten "Zigeunern", ist also kein regionales Phänomen. Vielmehr scheint "Zigeunern" in der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft grundsätzlich kein Platz eingeräumt zu werden. Dem "Zigeuner"-Konstrukt werden verschiedene Vorurteile zugeordnet, die mit der Logik des Kapitalismus nicht vereinbar sind. Dieser konstituiert sich durch die damit einhergehende Abgrenzung vom vermeintlich "Anderen" der "Zigeuner". Das dabei konstruierte Schreckensbild, das mit der realen Lebenswelt der betroffenen Menschen wenig zu tun hat, bildet die Grundlage antiziganistischer Ressentiments.
Zu Referentin: Roswitha Scholz ist freie Publizistin und lebt in Nürnberg. Sie ist Redaktionsmitglied der Theoriezeitschrift EXIT. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind soziale Ungleichheit, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Postmoderne und Zeitgeist.
Eine Veranstaltung der Fachschaft GesellschaftswissenschaftenDo, 02.02, 20:00 Uhr
Vortrag: 2 1/2 Jahre nach dem Putsch in Honduras
verlegte Veranstaltung vom 26.01.2012
Im Juni 2009 wurde der hondurianische Präsident José Manuel Zelaya
durch einen Putsch gestürzt und außer Landes gebracht.
Es folgte eine demokratisch nicht legitimierte de-facto-Regierung. Obwohl
die internationale Gemeinschaft, Regierungen und multistaatliche
Organisationen das Putschistenregime unmittelbar isolierten und sich
mehrfach für die Rückkehr Zelayas aussprachen, zeigten sich die
Putschisten unnachgibig. Die Nationale Front des Volkswiderstands (FNRP), ein breites Protestbündis sozialer Organisationen, setzte sich ebenfalls für die Rückkehr des Präsidenten und der Demokratie nach Honduras ein und forderte zugleich eine Staatsreform.
Zelaya gelang erst nach mehreren Rückkehrversuchen die vorübergehende Wiedereinreise ins Land, bevor er sich, nach massiver Repression, bereit erklärte, in die Dominikanische Republik auszureisen.
Unter dem illegitimen Regime wurden Neuwahlen durchgeführt, die zwar
international größtenteils nicht anerkannt wurden, dennoch aber den
konservativen Porfirio Lobo Sosa zum Präsidenten benannten.
Im Rahmen unserer Veranstaltung "Demokratie oder Diktatur in Honduras?" berichtete der Menschenrechtsbeobachter Harald Neuber bereits 2009 über die Hintergründe und Zusammenhänge des honduranischen Militärputsches.
Mit dem Abkommen von Cartagenas wurde im Mai 2011 die Grundlage für
Zelayas Rückkehr geschaffen und zudem die Grundlagen für die zukünftige politische Entwicklung von Honduras festgeschrieben. Doch tatsächlich ist die Lage in Honduras heute gekennzeichnet durch zahlreiche politische Morde, Repression gegen Demokratieaktivisten und
Journalisten und Verstöße gegen Menschenrechte.
Im Rahmen der Veranstaltung "2 1/2 Jahre nach dem Putsch in Honduras" berichtet Neuber nun erneut in unserer Veranstaltungsreihe über die aktuelle Lage, die Perspektive und die internationalen Zusammenhänge der Situation in Honduras.
Infos unter www.lateinamerika21.de.vu
Menschen mit besonderen Bedarfen können sich unter lateinamerika21@web.de melden.
Eine Veranstaltung von: Lateinamerika 21, Café Amélie, Grupo Latino Gießen e.V, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, VVN-BdA, Rote Hilfe, attac, DGB-Jugend, GEW-LASS, ver.di-Jugend, Fachschaft Gesellschaftswissenschaften an der Uni Gießen, AStA Marburg, Ausländerbeirat der Stadt Gießen, Infoladen Gießen, KHG Gießen, AStA Uni Gießen, ESG Gießen und junge GEW.Fr, 10.02, 21:00 Uhr
Konzert: Schnaps im Silbersee
Worum geht's? Natürlich um nicht weniger als gut geplante, allgemeine Welterrettung! Der erklärt bunte Stil des Duos (Bratsche/Gitarre) rangiert im weiten Feld der Liedermacherei. Sie erzählen Geschichten, bringen zum Lachen, fragen Fragen, spielen gute Musik, trinken Bier und vor allen Dingen: unterhalten. Fliegende Wechsel von ausgelassenem Gegröle und anspruchsvollen Interpretationen stehen auf dem Programm, selten ohne fein zu deutigende Zwischentöne, ziemlich unchristlich, aber warmherzig und immer in engem Kontakt mit dem Publikum. Musikalische Einflüsse sind neben kurzen Ausflügen zu Jazz, Blues, Punkrock und Klassik vor allem die folkloristischen Traditionen aus Irland und Deutschland.
(Text: bandpromo.de)
schnapsimsilbersee.deMi, 15.02, 21:00 Uhr
Konzert: Ship of Ara
Ship of Ara sind Groucho Kangaroo und Stefan Schlensag. Beide sind seit Jahren in der 60s Szene im Ruhrgebiet als Musiker aktiv. Grouchos langjährige Tätigkeit bei den Cosmic Kangaroos und Stefans neo-garage Band The Hipsters sind den vielen Fans lauter und psychedelischer Sounds im Stile der sechziger ein Begriff.
Mit dem Duo Ship of Ara haben sich die beiden Musiker entschlossen, ihr Interesse an den Folk-Sounds der Ära nachzuspüren. Besonders die Stile von Künstlern wie Tim Hardin oder Fred Neil waren eine massgebliche Inspiration. In dieser Tradition schreiben Ship of Ara akustische Songs, auf deren Grundlage elektrische Slide-Gitarren, Akkordeon, Darabuka, Banjo und Blues-Harp Klangschichten hinzufügen. So entsteht Musik mit einem schwebenden Sound, der durch die Verwendung von Feedbacks auch mal Krach enthalten kann.
shipofara.comMo, 20.02, 21:00 Uhr
Rosenmontag mit Chuck Violence / Tongue Tied Twin
Honky Tonk Tex Mex Trash Punk der brasilianischen One Man Band Chuck Violence. Während des Sommers 2005, nach dem Hören mehrerer Hasil Adkins Alben, begriff Chuck, dass er jetzt etwas tun musste. Er wollte den Rock'n'Roll ganz neu interpretieren. So beginnt Chuck seine Musikkarriere als One Man Band. Auf der Bühne spielt er alle Instrumente gleichzeitig. Trommeln, elektrische Gitarre, Kazoo und ein Megaphon. Gesungen wird in spanisch und englisch. Insgesamt wird ein cooler Spaghetti Western Sound mit Trash Faktor geboten, der sich durch den Tex Mex Einschlag vom üblichen One Man Band Gerumpel klar abhebt.
Tongue Tied Twin ist eine Blues Trash One Man Band aus Winterthur in der Schweiz. Das einzige Bandmitglied ist Christian Bühlmann, der in der gleichen kleinen Stadt geboren ist. Tongue Tied Twin spielt den Blues, primitiven Rock'n'Roll und was sonst noch so kommt. Das Gitarrenspiel und die Gitarre machen den Kern seiner One Man Show aus. Drum, Hi-Hat, Tamburin, Gitarre, Bluesharp, Kazoo und natürlich sein Gesang sind weitere Mittel um die Bühne mit Lärm zu füllen. (Text: hallenbad.de)Do, 23.02, 21:00 Uhr
Konzert: Eva Croissant
Alleine ihr Nachname schreit lauthals "Hallo Welt, hier bin ich!". Die 20-jährige Eva Croissant aus Karlsruhe hat es faustdick hinter den Ohren, denn sie weiss genau was sie will. "Hier stimmt einfach alles! Durchdachte, charmante Popmusik, gespielt von einer witzigen, sympathischen Sängerin, mit dem nötigen Handwerkszeug und der richtigen Einstellung." (Radio "die neue welle"). Mit verträumten Melodien, ehrlichen Texten und einer ausdrucksstarken Stimme erinnert die Singer/Songwriterin an Maria Mena und Amy McDonald, ihre deutschen Songs auch an Silbermond oder Philipp Poisel... Zielstrebig und mit dem Blick in Richtung Zukunft lebt sie ihr Leben frei nach dem Motto "Ich bereue nichts!". Was sollte diese junge Frau auch bereuen?
(Text: evacroissant.de)Fr, 24.02, 20:00 Uhr
Mühlleitners Liedermacher: Geizsbock & Robert Groos
Beginn 21 Uhr.
Liedermacher:
Geizsbock & Robert Groos
geiszbock... langhaarig,bärtig,vollbäuchig.
Während sich andere von Äusserlichkeiten distanzieren, beruht das Selbstverständnis dieser beiden Musiker gerade darauf:
denn nur eine Dicken-Band, macht wirklich fette Musik.
Mit zwei Gitarren, aber nur 10 Saiten wird es schwer Rockstar zu werden, da muss man schon die richtige Einstellung mitbringen. Und so behaupten geiszbock ganz objektiv, dass sie eigentlich nur HITs schreiben.
Und das wird jedem klar... denn eigentlich kann man nur mitsingen. Natürlich ist auch jede andere Form der Beteiligung gern gesehen und so tragen geiszbock seit langer Zeit nur noch die Unterwäsche ihrer Fans.
geiszbock sind eine Fügung des Schicksals. Zusammengeführt durch die Vorsehung eine Band zu erschaffen, die fern von künstlerischem Anspruch und modischem Schick einfach gut klingt. So verbanden sich 2005 zwei Musiker aus Jena zu einem Gesamtkonzept und brauchten ne Menge Zeit um es miteinander aushalten zu können. Am Ende stehen nun eine Menge Titel und ein paar leere Flaschen im Proberaum.
(Text: geiszbock.de)
Im Anschluss offene Jam Session mit den Musikern.
Kurzinfo zur Reihe:
Das Café Amélie ist bemüht, einmal im Monat unter dem - an den
Moderator angelehnten - Titel "Mühlleitners Liedermacher" Konzerte von
Liedermachern aus ganz Deutschland stattfinden zu lassen. Damit soll zum
Einen das Liedermachergenre durch Auftrittsmöglichkeiten unterstützt
werden und zum Andern ein weiteres kulturelles Element in Gießen
integriert werden. Der Eintritt ist dabei für die Besucher frei, ein
freiwilliger Beitrag für den Hut der Musiker natürlich gerne gesehen!
Hier könnt ihr uns bei myspace besuchen: www.myspace.com/amelieliedermacher
Demnächst
Jede Woche im Café
- Mo, 18:30 Uhr: Treffen des yxk - Verband der kurdischen Studierenden in Deutschland
- Mi, 11:00-15:00 Uhr: ALI-Café
- Do, 18:30 Uhr: Treffen der Gruppe Lateinamerika21
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